Juristisches Wörterbuch: Auflösung.

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Das grosse Treuhandspiel.

DAS GROSSE TREUHANDSPIEL
11. OKTOBER 2014 DETLEF SCHÄBEL 3 KOMMENTARE
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gefunden auf Facebook. Wem die Erklärung mit dem „Strohmann“ zu abgedreht klingt, hier ist ein anderer Versuch, die Situation zwischen natürlicher und juristischer PERSON zu erklären. Gepostet von Gerd Pfeifer. So wird man zum PERSONAL DEUTSCH gemacht. Deswegen habe ich den PERSONALausweis DEUTSCH auch wieder abgegeben.

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Das große Treuhandspiel

Ein Treuhandverhältnis besteht immer zwischen dem Treugeber, dem Treuhänder und dem Begünstigten. Alles dreht sich um das Treugut, ein Vermögen, das materielles (z.B. Immobilien) oder ideelles (z.B. Rechtsansprüche) Vermögen sein kann. Der Treugeber kann gleichzeitig der Begünstigte sein, der Treuhänder jedoch niemals. Der Treuhänder hat gewissermaßen die Arschkarte, er muß verwalten und hat alle Verantwortung, darf aber selbst laut Treuhandrecht keinen Nutzen von der ganzen Sache haben.
Die Geburt
Meine Eltern gaben mir anläßlich meiner Geburt den Namen Gerhard Peifer. Dieser Name bezeichnet mich, den damals neugeborenen Menschen, und ist verbunden mit dem Geburtsrecht auf meinen Anteil am deutschen Volksvermögen (derzeit ca. 122.250 EUR) – und mit meinem Anrecht auf die Nutzung meiner menschlichen Arbeits- und Konsumfähigkeit. Das klingt banal, ist aber sehr wichtig.
Die Geburtsanzeige (Treuhandverhältnis Nr. 1)
Der Menschenname
Mit der (aus guten Gründen gesetzlich vorgeschriebenen) Geburtsanzeige beim Standenbeamten übergaben meine Eltern diese mit dem Namen Gerhard Peifer verbundenen Anrechte dem Staat zu treuen Händen in Verwaltung. Die Geburtsanzeige dient als Beweis der Existenz des arbeits- und konsumfähigen Menschen Gerhard Peifer.
Die mit diesem Menschennamen verbundenen Anrechte bleiben zeitlebens mein Eigentum, der Staat hat sie nur treuhänderisch in seinem Besitz. Ich bin die Treugeberin und rechtmäßig Begünstigte. Der Staat muß als Treuhänder mein Eigentum verwalten und den Nutzen daraus mir zu Gute kommen lassen. Was immer der Staat mit meinem Eigentum tut, darüber ist er mir, dem Menschen Gerhard Peifer, Rechenschaft schuldig. Gerhard Peifer ist dem Staat gegenüber der Chef.
Die Geburtsurkunde (Treuhandverhältnis Nr. 2)
Der bürgerliche Name
Ich bekam dann vom Staat den Besitz des bürgerlichen Namens GERHARD PEIFER zu treuen Händen übertragen. Dieser wurde vom Standesbeamten per Geburtsurkunde erzeugt und ist im Gegensatz zu Gerhard Peifer nichts als beschriebenes Papier, leb- und körperlos. Dieser bürgerliche Name ist meinem Menschennamen zum Verwechseln ähnlich, vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Eigentlich dient er nur dazu, dem leb- und körperlosen Staat die Kommunikation mit mir, dem lebendigen Menschen, zu ermöglichen. Er ist eine Art Telefon, wenn man so will. Der Staat ruft die Nummer (GERHARD PEIFER) an, indem er diesen Namen erwähnt. Das ist der Klingelton, der mir signalisiert, der leb- und körperlose Staat würde gern mit mir, dem lebendigen, körperhaft vorhandenen Menschen sprechen. Ich kann nun dieses Gesprächsangebot annehmen oder nicht. Wenn ich den “Anruf” des Staates entgegennehme, identifiziere ich mich in diesem Moment mit dem bürgerlichen Namen GERHARD PEIFER, da ich mich angesprochen fühle, sonst hätte ich ja nicht reagiert.
Dieser bürgerliche Name ist und bleibt Eigentum des Staates, der Treugeber und Begünstigter dieses Namens ist. Was immer ich als – ahnungslos freiwillig – verwaltende Treuhänderin mit diesem Staatseigentum tue, darüber bin ich dem Staat uneingeschränkt Rechenschaft schuldig. Wenn ich mich mit diesem Namen identifiziere und als die Personifizierung dieses Namens auftrete, dann gehört für diese Zeit alles, was mich ausmacht, dem Staat. Solange ich mich so verhalte, als sei ich GERHARD PEIFER, solange bin ich Eigentum des Staates, tatsächlich sein Sklave und er kann totale Macht über mich ausüben, wie und wann es ihm paßt. Der Staat ist für GERHARD PEIFER der Chef, nein, mehr als das: Er ist tatsächlich ihr Herr, ihr Eigentümer, und sie hat keinerlei Rechte außer jenen, die er ihr, der Sklave, nach Lust und Laune zugesteht und wieder entzieht.
Und so geht das große Spiel
Der Staat geht nun zu seinem Vorteil davon aus (und sorgt auch über das Bildungssystem dafür, daß ich selbst glaube), ich sei stets und ständig GERHARD PEIFER, Eigentum des Staates. Er erzieht mich so, daß ich denke, ich muß immer ans Telefon gehen, wenn der Staat nach GERHARD PEIFER klingelt, und das deshalb auch brav tue und seinen Befehlen stets Folge leiste. Er erzieht mich so, daß ich niemals erfahre, ich bin eigentlich Gerhard Peifer, sein Chef, und habe die Wahl, seinen Wünschen nachzukommen oder nicht.
Der Staat betrachtet den Menschen Gerhard Peifer zu seinem eigenen Vorteil als scheintot (oder auch “latent”), bis ich irgendwann mal aufstehe und das Gegenteil behaupte. Und weil ich als tot gelte, jemand sich aber um mein Vermögen, meine Anrechte, mein Eigentum kümmern muß und es schade wäre, das alles nicht zu nutzen, macht das netterweise Vater Staat für mich. Er verwendet dafür GERHARD PEIFER, sein Eigentum, der prompt denkt, dieses schöne Vermögen sei seins, weil da ja ihr Name draufsteht. GERHARD PEIFER (gespielt von Gerhard Peifer in Latenz) wundert sich hin und wieder, warum der Staat so gemein zu ihr sein darf und so allumfassend bestimmen kann, was sie zu tun und zu lassen hat. Aber sie kommt nicht hinter seinen raffinierten Trick, ist ihm deshalb hilflos ausgeliefert und muß immer GERHARD PEIFER sein.
Sobald ich mich aber dem Staat gegenüber als lebender Mensch Gerhard Peifer zu erkennen gebe und die mit diesem Menschennamen verbundenen Rechte für mich beanspruche, bin ich wieder die Begünstigte dieser Rechte und dem Staat gegenüber weder Rechenschaft noch irgendwelche Abgaben schuldig. Dann bin ich Chef des Staates, und wenn er nach GERHARD PEIFER klingelt, kann ich mir überlegen, ob ich darauf reagieren möchte oder nicht.
Der finanzielle Aspekt
Das Staatseigentum GERHARD PEIFER hat der Staat mit Schulden belastet, und zwar in Höhe der Werte , die Gerhard Peifer während seines Arbeitslebens schätzungweise erschaffen kann. Dieses Geld ist längst ausgegeben.
Damit der Staat weitere Schulden auf diesen Namen aufnehmen kann, muß diesem Kreditkonto möglichst viel gutgeschrieben werden – durch mich, den Menschen, der glaubt, er sei GERHARD PEIFER, und dessen Arbeits- und Konsumfähigkeit für die Gläubiger des Staates als Sicherheit hinterlegt ist.
Wenn ich mich als Gerhard Peifer zu erkennen gebe und meine Arbeits- und Konsumfähigkeit für mich selbst beanspruche, werden die Kredite, die der Staat mit mir als Sicherheitspfand aufgenommen hat, auf der Stelle notleidend, weil sie nicht mehr bedient werden können. Er ist, was dieses Schuldenkonto angeht, bankrott, denn er selbst kann die Werte nicht schaffen, mit denen der Kredit abbezahlt werden kann.
Fazit
Bürgst du noch als Staatsbürger, oder lebst du schon als Mensch?